Der Lake District ist nicht nur eine der bekanntesten und beliebtesten Urlaubsregionen Großbritannien, sondern auch Englands größter Nationalpark.
Im Lake District gibt es neben Englands höchstem Berg, dem Scafell Pike, auch den tiefsten See in England, den Wastwater.
Und jeder Berg im Lake District verwöhnt Sie mit einer atemberaubenden Aussicht, Sie müssen nur hinaufsteigen.
Es gibt übrigens, obwohl die Region Lake District heißt, nur einen Lake dort, das andere sind „meres“, „waters“, „tarns“ oder „reservoirs“. Geprägt wurde der Lake District von der letzten Eiszeit während der die u-förmigen Täler entstanden, in denen sich viele der Seen befinden.
Das die Region schon sehr früh ein beliebtes Reiseziel wurde, verdankt sie unter anderem dem britischen Dichter William Wordsworth und den „Lake Poets“. Besonders das Städtchen Keswick entwickelte sich nach dem Bau der Cockermouth, Keswick & Penrith Eisenbahnlinie zu einem geschäftigen Touristenzentrum, das seinen Besuchern viel zu bieten hat.
Einen Besuch wert ist ganz besonders auch der Castlerigg Stone Circle, der sich rund 2,5 Kilometer südöstlich von Keswick auf einem natürlichen Plateau befindet. Man hat von dort einen wunderbaren Rundumblick. Der aus 38 frei stehenden Steinen bestehende Steinkreis stammt aus einer Zeit von vor 4000-5000 Jahren. Es ist allerdings nicht klar, ob er als Versammlungsort oder für religiöse Zwecke diente.
Gut von der M6 oder der A590 aus zu erreichen ist Bowness on Windermere. Viele der viktorianischen Gästehäuser erinnern an die Zeit, als nach dem Bau der Eisenbahn aus dem kleinen Fischerdorf ein Touristenort wurde. Es gibt hier Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel und außerdem zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants. Ganz besonders im Sommer ist hier viel los. Man kann Boote mieten oder mit den historischen Schiffen Swan (1938), Teal (1936) oder Tern (1891) fahren.
Und auch die Ullswater Steamers fahren auf dem See und man kann gut eine Schiffsfahrt mit einer Wanderung verbinden. Wer es allerdings lieber etwas sportlich hat, kann mit dem Kanu oder Kajak entweder die Stromschnellen des Brathy oder die ruhigeren Gewässer des Coniston Waters befahren.
Und auch Angler kommen im Lake District auf ihre Kosten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Fische wie Hecht, Karpfen, Schleie, Brachse, Döbel oder Äsche zu fangen.
Und wer den Lake District von oben sehen möchte, ohne auf einen Berg zu steigen, kann entweder eine Balonfahrt oder einen Hubschrauberrundflug machen.
Und sollte die Sonne wider Erwarten mal nicht scheinen, so kann man das Aquarium in Lakeside besuchen und sogar mit der Haverthwaite Dampfeisenbahn dorthin kommen.
Sieben Tage die Woche ist das erst vor kurzem restaurierte Blackwell Arts and Crafts House geöffnet, das von Mackay Hugh Baille Scott zwischen 1898 und 1900 gebaut wurde und ein schönes Beispiel der Architektur der „Arts and Crafts“ Bewegung ist.
Auto- und Filmfans sollten das Cars of the Stars Museum in Keswick besuchen. Neben einigen James Bond Fahrzeugen sind auch das Auto der Familie Feuerstein und viele andere zu sehen. Ein weiteres Museum in Keswick ist das Cumberland Pencil Museum mit dem ersten Bleistift überhaupt und auch dem größten der Welt. Für Kinder gibt es dort ein spezielles Angebot.
Weltbekannt ist das Laurel und Hardy Museum in Ulverston. Es ist ein Muss nicht nur für „Dick und Doof“ Fans. In Ulverston wurde Stan Laurel 1890 auch geboren.
Bei gutem Wetter kann man im Lake District wunderbar wandern. Auf dem Cumbria Way mit einer Länge von über 100 Kilometern kann man von Ulverston im Süden Cumbrias bis nach Carlisle im Norden durch den Lake District wandern. Aber auch wer es lieber etwas kürzer mag findet garantiert das richtige. Auch geführte Wanderungen werden angeboten.
Der Lake District ist wirklich eine Reise wert.






















