Der Lake District

Der Lake District ist nicht nur eine der bekanntesten und beliebtesten Urlaubsregionen Großbritannien, sondern auch Englands größter Nationalpark.

Im Lake District gibt es neben Englands höchstem Berg, dem Scafell Pike, auch den tiefsten See in England, den Wastwater.
Und jeder Berg im Lake District verwöhnt Sie mit einer atemberaubenden Aussicht, Sie müssen nur hinaufsteigen.

Castlerigg Stones © MarilynJane/flickr.com

Es gibt übrigens, obwohl die Region Lake District heißt, nur einen Lake dort, das andere sind „meres“, „waters“, „tarns“ oder „reservoirs“. Geprägt wurde der Lake District von der letzten Eiszeit während der die u-förmigen Täler entstanden, in denen sich viele der Seen befinden.

Das die Region schon sehr früh ein beliebtes Reiseziel wurde, verdankt sie unter anderem dem britischen Dichter William Wordsworth und den „Lake Poets“. Besonders das Städtchen Keswick entwickelte sich nach dem Bau der Cockermouth, Keswick & Penrith Eisenbahnlinie zu einem geschäftigen Touristenzentrum, das seinen Besuchern viel zu bieten hat.

Einen Besuch wert ist ganz besonders auch der Castlerigg Stone Circle, der sich rund 2,5 Kilometer südöstlich von Keswick auf einem natürlichen Plateau befindet. Man hat von dort einen wunderbaren Rundumblick. Der aus 38 frei stehenden Steinen bestehende Steinkreis stammt aus einer Zeit von vor 4000-5000 Jahren. Es ist allerdings nicht klar, ob er als Versammlungsort oder für religiöse Zwecke diente.

Gut von der M6 oder der A590 aus zu erreichen ist Bowness on Windermere. Viele der viktorianischen Gästehäuser erinnern an die Zeit, als nach dem Bau der Eisenbahn aus dem kleinen Fischerdorf ein Touristenort wurde. Es gibt hier Unterkünfte für jeden Geschmack und Geldbeutel und außerdem zahlreiche Geschäfte, Cafés und Restaurants. Ganz besonders im Sommer ist hier viel los. Man kann Boote mieten oder mit den historischen Schiffen Swan (1938), Teal (1936) oder Tern (1891) fahren.

Und auch die Ullswater Steamers fahren auf dem See und man kann gut eine Schiffsfahrt mit einer Wanderung verbinden. Wer es allerdings lieber etwas sportlich hat, kann mit dem Kanu oder Kajak entweder die Stromschnellen des Brathy oder die ruhigeren Gewässer des Coniston Waters befahren.

Und auch Angler kommen im Lake District auf ihre Kosten. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten Fische wie Hecht, Karpfen, Schleie, Brachse, Döbel oder Äsche zu fangen.

Windermere © Video4net/flickr.com

Und wer den Lake District von oben sehen möchte, ohne auf einen Berg zu steigen, kann entweder eine Balonfahrt oder einen Hubschrauberrundflug machen.

Und sollte die Sonne wider Erwarten mal nicht scheinen, so kann man das Aquarium in Lakeside besuchen und sogar mit der Haverthwaite Dampfeisenbahn dorthin kommen.

Sieben Tage die Woche ist das erst vor kurzem restaurierte Blackwell Arts and Crafts House geöffnet, das von Mackay Hugh Baille Scott zwischen 1898 und 1900 gebaut wurde und ein schönes Beispiel der Architektur der „Arts and Crafts“ Bewegung ist.

Auto- und Filmfans sollten das Cars of the Stars Museum in Keswick besuchen. Neben einigen James Bond Fahrzeugen sind auch das Auto der Familie Feuerstein und viele andere zu sehen. Ein weiteres Museum in Keswick ist das Cumberland Pencil Museum mit dem ersten Bleistift überhaupt und auch dem größten der Welt. Für Kinder gibt es dort ein spezielles Angebot.

Weltbekannt ist das Laurel und Hardy Museum in Ulverston. Es ist ein Muss nicht nur für „Dick und Doof“ Fans. In Ulverston wurde Stan Laurel 1890 auch geboren.

Bei gutem Wetter kann man im Lake District wunderbar wandern. Auf dem Cumbria Way mit einer Länge von über 100 Kilometern kann man von Ulverston im Süden Cumbrias bis nach Carlisle im Norden durch den Lake District wandern. Aber auch wer es lieber etwas kürzer mag findet garantiert das richtige. Auch geführte Wanderungen werden angeboten.

Der Lake District ist wirklich eine Reise wert.

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Das neue Album von Chonkinfeckle

Wie in der „Wigan Evening Post“ vom 28. Januar 2011 in dem Artikel von Natalie Geraghty zu lesen war, ist das neue Album von Chonkinfeckle fast fertig.

Und das ist wirklich etwas worauf wir uns freuen können, denn Leslie Hilton und Tim Cooke sind wohl Wigans witzigstes Ukulele Duo und Songs wie „The Texan from Goose Green“ oder das inzwischen schon legendäre „I’m from Wigan me!“ sind etwas, mit dem sich nicht nur Menschen aus Wigan und Lancashire identifizieren können.

Da Les Hilton, der die meisten Songs schreibt, von dem typischen Wigan Dialekt fasziniert ist enthalten die Songs von Chonkinfeckle auch immer wieder eine gute Portion Slang.

Les und Tim singen nicht nur von den Erinnerungen der Menschen, sondern natürlich auch von neueren Dingen, und trotzdem basieren viele der Songs auf wahren Geschichten.

Hier ist einer von Les Hilton’s neuesten Songs über ein Thema, über das sich viele Menschen immer wieder beschweren, den Regen…

Wer den Artikel über Chonkinfeckle in der Wigan Evening Post lesen möchte, findet ihn hier.

Interessenten, die das neue Album kaufen möchten, können dies direkt auf der Chonkinfeckle Homepage tun. Es kostet £5 + £1 für Porto und Verpackung. Wirklich ein super Preis für diese tolle Musik.

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Chester

Chester, die Stadt in Cheshire, England liegt am Ufer des Dee nahe der Grenze zu Wales und war eine der letzten Städte, die nach der Eroberung der Normannen normannisch wurde.

Auch wenn Chester eine Zahl mittelalterliche Gebäude hat, so sind doch einige der schwarz-weißen Gebäude Restaurierungen aus viktorianischer Zeit. Die Stadt ist einer der am besten erhaltenen Städte in Großbritannien und die Stadtmauer ist eine der vollständigsten und am besten begehbaren. Auf dem 3 Kilometer langen Rundgang kann man eine grandiose Aussicht genießen.

Chester © Friar's Balsam/flickr.com

Während der Industriellen Revolution wurden Eisenbahnstrecken, Kanäle und neue Straßen gebaut, die Chester zu einem beachtlichen Aufschwung verhalfen. Das viktorianische Rathaus von Chester und das Grosvenor Museum stammen aus dieser Zeit.

Chester wurde von den Römern als Fort mit Namen Deva Victrix im Jahre 79 geründet. Schnell entstand auch um das Fort herum eine zivile Siedlung, wahrscheinlich um Handel mit den Römern zu betreiben. Die vier Hauptstraßen Chesters, Eastgate, Northgate, Watergate und Bridge folgen noch heute den alten Römerstraßen.

Seit mehr als 1000 Jahren standen schon Kirchen an der Stelle an der sich die Chester Cathedral befindet. Das Münster aus dem 10. Jahrhundert wurde gebaut um die Reliquien von St. Werburgh zu beherbergen. 1540 wurde die St. Werburgh’s Abbey zur Kathedrale geweiht und ist immer noch das am besten erhaltene Beispiel einer Benediktinerabtei in England und wirklich eine Ort an dem Geschichte gemacht wurde.

Interessant ist auch der Garten der Kathedrale nicht nur wegen der Pflanzen sondern auch wegen des Designs.

Chester Cathedral © Martin Pettitt/flickr.com

Aber Chester hat nicht nur eine interessante Geschichte, es gibt auch Museen und Galerien mit faszinierenden Sammlungen.

Am besten erkundet man Chester zu Fuß. Entweder alleine oder indem man sich einer der vielen geführten Touren anschließt. Entdecken Sie die autofreien Straßen, die Stadtmauer und die Wege am Fluss und am Kanal. Natürlich kann man Chester auch wunderbar vom Boot aus erkunden.

Der preisgekrönte Chester Zoo mit seinen rund 7.000 Tieren ist ein tolles Ausflugsziel für die ganze Familie. Neben großen Tieren wie Elefanten und Giraffen gibt es auch wunderschöne kleine Schmetterlinge. Das ganze Jahr über finden verschiedenste Veranstaltungen statt und das große Angebot an Restaurants und Kiosken verspricht etwas für jeden Geschmack. In der Zoofari Schwebebahn hat man einen Blick auf den Zoo wie aus Sicht einer Giraffe, wer mag kann aber auch den Wasserbus nehmen.

Kinder werden auch die Miniatureisenbahn in Grosvenor Park. Die Schmalspurbahn befindet sich nur einen kurzen Spaziergang vom historischen Zentrum Chesters entfernt. Es gibt hier Diesel und auch Dampfzüge.

Und natürlich gibt es in der Stadt auch zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

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Exmoor National Park

Der Exmoor National Park liegt an der Küste des Bristol Channel im Südwesten Englands auf der Grenze zwischen West Somerset und North Devon.

Zusammen mit den Brendon Hills, East Lyn Valley und dem Vale of Porlock umfasst der Exmoor National Park rund 692,8 Quadratkilometer  Heideland, eine atemberaubende Küste mit steilen Klippen und versteckten Buchten.

Exmoor © IDS.photos/flickr.com

Hier findet man versteckte Plätze, tiefe Täler, uralte Eichenwälder, sprudelnde Flüsse und Wasserfälle und Englands höchste Seeklippen. Und inmitten dieser wunderschönen Landschaft liegen mittelalterliche Städte und Dörfer, Bäder und Häfen. Für Wassersportbegeisterte, die ihre Segelbekleidung auf keinen Fall Zuhause lassen möchten, gibt es im Nationalpark ebenso eine Möglichkeit zum Segeln.

Natürliche Schönheit und eine Fülle an Wildtieren, unter ihnen auch das Exmoor Pony und Rotwild, gibt es in diesem Nationalpark. Und es gibt unzählige Möglichkeiten für einen Aufenthalt. Von einem längeren Urlaub bis hin zu einem Tagesausflug in den Exmoor National Park.

Genießen Sie ein paar Tage am Meer, entdecken sie die wunderschöne Lanschaft und die lokale Geschichte. Übernachten Sie in einem der pittoresken Dörfer, auf dem Bauernhof oder einem Badeort und verbringen Sie die Tage damit zu wandern, Rad zu fahren, zu reiten, zu fischen oder Wild zu beobachten. Und wenn Sie nichts tun wollen als sich zurück zu lehnen und die Aussicht zu genießen, warum nicht.

Der Exmoor National Park hat für jeden etwas zu bieten und über die M5 und die Flughäfen und mit dem Zug von Exeter, Bristol und Taunton kommt man leicht dorthin. Von London oder Birmingham ist der Nationalpark in 3 ½ Stunden Fahrzeit zu erreichen.

Ginster und Heidekraut © me'nthedogs/flickr.com

Mit mehr als 1000 Kilometern an Fußwegen und Reitwegen, die von der National Park Authority (NPA) ausgeschildert wurden und durch Wälder und offenes Heideland führen, ist der Exmoor National Park nicht nur für erfahrene Wanderer sondern auch für Spaziergänger ideal. Natürlich kann man auch Mountain Bike fahren, reiten oder radeln. Und an einigen der höchsten Klippen Großbritanniens kann man natürlich auch in der atemberaubenden Küstenlandschaft klettern. Und wenn das Wetter mal nicht so gut ist, gibt es auch noch ein fantastisches Indoor-Kletterzentrum.

Die wunderbaren Flüsse, Seen und die spektakuläre Küste bieten auch Kanufahrern wunderbare Möglichkeiten. Und natürlich kann man auch wunderbar an einem der Flüsse oder Bäche fischen. Das Fischen an der Küste ist sogar kostenlos Möglich, ansonsten muss man sich eine Lizenz besorgen. Da das Angeln an der Küste natürlich von den Gezeiten eingeschränkt wird, kann man auch gut einen Angelausflug auf einem Boot machen, wenn man Seefisch fangen möchte.

Exmoor Ponys © me'nthedogs/flickr.com

Ein Muss und Spaß für die ganze Familie ist die Dampfeisenbahn der West Somerset Railway, die auf gut 30 Kilometern durch die wunderschöne Landschaft zwischen Minehead und Bishop’s Lydeard, in der Nähe von Taunton, fährt. Bultins in Minehead ist das ideale Ziel für einen Familienausflug, denn hier gibt es viele Attraktionen, Fahrgeschäfte und die subtropische „Splashworld“.
Weitere Attraktionen sind das Tropiguaria bei Watchet, Watermouth Castle und der Wildlife and Dinosaur Park. Auf der Exmoor Falconry and Animal Farm in der Nähe von Porlock kann man auch täglich Flugschauen mit Geifvögeln sehen.

In Exmoor gibt es außerdem einige der besten Produkte Englands und Sie werden sicherlich gerne die lokalen Lebensmittel kosten. Lamm, Rind und Schwein werden von lokalen Bauern produziert aber es gibt auch Wild und Fisch und eine große Vielfalt heimischer  Konserven, hangemachten Cheddar Käse, Exmoor Eiscreme oder Schokolade. Die richtigen Getränke zum Essen gibt es von den drei lokalen Brauereien, dem Weingut und den Cidre Herstellern.

Und natürlich gibt es in der Region auch Unterkunftsmöglichkeiten für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel.

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Lincolnshire Wolds

Die Lincolnshire Wolds sind nicht nur eine “Area of Outstanding Natural Beauty” sondern auch der höchste Punkt in Ostengland zwischen Yorkshire und Kent.

Die sanften Hügel der Lincolnshire Wolds erstrecken sich über gut 60 Kilometer und erheben sich bis auf 150 Meter. Die fruchtbaren Kalkhügel wurden über mehr als 4.000 Jahre von der Landwirtschaft geformt.

Lincolnshire Wolds © Linconian (Brian)/flickr.com

In zahlreichen Marktstädten der Wolds werden auch heute noch wöchentlich Märkte abgehalten, die die Leute dazu bringen einzukaufen und sich mit anderen zu treffen. Sie sind natürlich auch gute Ausgangspunkte, wenn man die Gegend erkunden möchte.

Die Lincolnshire Wolds sind ideal zum Wandern den es gibt viele Wanderwege, Reitwege und ruhige Landstraßen, die man entdecken kann. Die beste Möglichkeit die Wolds zu erkunden ist allerdings mit dem Fahrrad. Man kann sich entweder alleine mit einer Karte seinen Weg suchen oder einer der markierten Routen folgen. Unterkünfte für Radler gibt es in den zahlreichen Bed & Breakfasts in der Gegen. Listen mit Unterkünften gibt es im Tourist Information Centre.

Louth am östlichen Ende der Wolds ist ein historisches Marktstädtchen mit einem ganz eigenen Charme, engen, gewundenen Straßen, einer attraktiven Architektur, Geschäften und Gasthäusern und natürlich einem Marktplatz. In der New Market Hall befinden sich Cafés, Kunsthandwerk, ein Kinderspielplatz und viele Läden mit lokalen Spezialitäten. Der Turm der St. James Church ist der höchste Turm einer englischen Pfarrkirche und von ihm hat man einen wunderbaren Blick auf die Küste und die Wolds.

Briefkasten in den Lincolnshire Wolds © Lincolnian (Brian)/flickr.com

Ein wunderbares Ziel für einen Tagesausflug mit der ganzen Familie ist Market Rasen mit seiner langen Tradition an Pferderennen. In dem traditionellen Marktstädtchen gibt es auch viele individuelle Läden. Man kann außerdem noch die Centenary Wesleyan Chapel aus dem Jahre 1861 besuchen, die das imposanteste Gebäude der Stadt ist, oder in den Willingham Woods picknicken.

Zu Zeiten der Römer hieß Horncastle Banovallum und auch heute noch gibt es Überreste der römischen Mauern in der Stadtbibliothek zu sehen. Die Stadt ist bekannt für die Antiquitäten, die in zahlreichen Geschäften zu haben sind und für die Architektur aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Der Horncastle Canal lädt ebenso zum Spazierengehen ein, wie auch der Viking Way, ein Fernwanderweg.

Im Marktstädtchen Spilsby steht eine Bronzestatue von Sir John Franklin, dem arktischen Seefahrer und Endecker, der 1787 hier geboren wurde. Auf dem Markt der Stadt bekommt man eine Vielzahl an einheimischen Produkten, von Gemüse bis zu Haushaltswaren. Auch ein Theater gibt es in Spilsby.

In Alford produziert eine Windmühle aus dem 19. Jahrhundert biologisches Mehl. Die Stadt ist auch bekannt für die Handwerksmärkte die zwischen Juli und September stattfinden. Ebenfalls einen Besuch wert sind das Alford Manor House, die St. Wilfried’s Church aus dem 14. Jahrhundert und die Alford Pottery.

Lincolnshire Wolds © Magic Foundry/flickr.com

Caistor ist nicht nur eine attraktive Römerstadt mit einer Stadtmauer, sondern hat sich auch noch viel von ihrem georgianischen Charakter bewahren können. Die Pumpe im Zentrum von Caistor wurde 1891 gebaut und wird von einem Löwen gekrönt. Auch von hier aus kann man auf dem Viking Way wandern.

Wer Lincolnshire besucht, sollte auf alle Fälle auch die dort produzierten Lebensmittel und Getränke probieren. Wenn man nach dem Schild mit der Aufschrift „Tastes of Lincolnshire“ Ausschau hält, findet man schnell Pubs, Restaurants und Tea Rooms, in denen die lokalen Produkte angeboten werden.

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Englisches Bier

Auch wenn englisches Bier bei uns einen eher schlechten Ruf hat und als schal und zu warm gilt, ist es doch besser als sein Ruf und hat eine lange Tradition.

Wie schon der römische Historiker Tacitus feststellte, wurde Bier häufig von germanischen und gallischen Stämmen getrunken. Und da die gallischen Stämme eng verwandt sind mit den britischen Kelten, kann man annehmen, dass auch auf der Insel damals schon Bier getrunken wurde.

Ale © unclewilco/flickr.com

Allerdings lässt sich nicht mehr sagen, wann das Bier nach Großbritannien kam. Der erste britische Braumeister wird in einer Holzschnitzerei an einem der Forts des Hadrianswalls erwähnt. Es ist aber nichts bekannt über Atrectus ceruesarius (Atrectus den Braumeister) oder über die Qualität seines Biers.

Im siebten Jahrhundert schränkte Ethelbert, der König von Kent, die Zahl der Ale-Verkäufer ein und drei Jahrhunderte später erließ Edgar, ein weiterer König von Kent, eine Verordnung über die Größe der Trinkgefäße. Diese Verordnung lässt annehmen, dass Ale in bestimmten Lokalen ausgeschenkt und getrunken wurde.  Zu der Zeit teilte man sich die Trinkgefäße, in denen Markierungen angebracht waren. Der Trinkende trank bis zur Markierung und gab das Gefäß dann an den nächsten weiter.

Mit dem Einzug des Christentums wurden die Trinkgewohnheiten schnell von der Kirche übernommen und Ale wurde selbst für kirchliche Feste gebraut, oder sogar um der Kirche Geld einzubringen.

Das Wort „Ale“ beschreibt ursprünglich ein alkoholisches Getränk aus Gerstenmalz und Wasser ohne die Zugabe von Hopfen. Bis ungefähr ins Jahr 1400 bestand es nur aus Gerstenmalz, Wasser und Hefe und war, da es sehr nahrhaft war, eine guten Nahrungsmittel nicht nur der bäuerlichen Bevölkerung.
Es wird angenommen, dass im 15. Jahrhundert Händler aus Flandern und Holland ein neues Ale, das mit Hopfen hergestellt wurde, nach England brachten. Der Hopfen gab dem Ale nicht nur eine bittere Note, er sollte es auch haltbarer machen.

Zum Ende des 15. Jahrhundert hatte das neue Bier das alte süße Ale fast vollständig verdrängt und wurde sogar nach Europa exportiert.
Ab dem 16. Jahrhundert waren in den Grafschaften Kent, Surrey, Hampshire, Hertfordshire und Worcestershire die Hauptanbaugebiete für Hopfen. Getrocknet wurde der Hopfen mit heißer Luft von Holz- oder Holzkohlefeuern in speziellen „Oast Houses“. Das älteste noch existierende dieser Oast Houses stammt aus dem Jahr 1750 und steht in Cranbrook, Kent.

Queen Elizabeth I. schickte immer Kundschafter voraus, wenn sie durchs Land reiste, die das Ale vorher kosteten und William Shakespeares Vater hat als Ale-Tester oder „Conner“ gearbeitet. Zu der Zeit wurde das Ale getestet, indem man etwas auf die Bank schüttete und sich dann darauf setzte um den Rest zu trinken. War das Ale verunreinigt oder enthielt Zucker, so klebten die Lederhosen des Testers nach ungefähr einer halben Stunde an der Bank.

Während der Industriellen Revolution war es für kleinere Ale Häuser oder Pubs wegen der hohen Steuer schwer zu überleben. Dies änderte sich 1830 mit dem Beerhouse Act, der es jedem erlaubte für eine kleine Gebühr von zwei Guineen Bier zu verkaufen. Da dies während der Regentschaft von König William IV. geschah, ist es kaum verwunderlich, dass auch heute noch häufig Pubs nach ihm benannt werden.

Heutzutage ist britisches Bier für seine Vielfalt in Geschmack, Aroma und Stärke bekannt und auf dem Great British Beer Festival, das jedes Jahr in Earls Court, London abgehalten gibt es eine Vielzahl an Biersorten.  Ungefähr 450 verschiedene Sorten können dort nicht nur gekostet sondern auch gekauft werden.

Es gibt heutzutage mehr als 700 Brauereien in Großbritannien, das ist mehr als je zuvor nach Ende des Zweiten Weltkriegs.

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Kidderminster

Kidderminster liegt im Wyre Forest Distrikt von Worcestershire, England, etwa 27 Kilometer südwestlich von Birmingham und 24 Kilometer nördlich von Worcester.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde Kidderminster (Chedeminstre) im Domesday Book von 1068 und schon davor war die Region um Kidderminster wohl von dem angelsächsischen Stamm der Husmera bevölkert.

Kirche und Kanal in Kidderminster © mike warren/flickr.com

Es gibt zwei sogenannte Commissioner’s Churches in Kidderminster, die St. George’s Church, die von Francis Goodwin entworfen und zwischen 1821 und 1824 gebaut wurde, und die St. John’s Church, die 1843 von Matthew Steele  gebaut wurde.

Die Teppichindustrie, die es seit 1785 in der Gegend gibt, ist immer noch sehr wichtig für die Wirtschaft von Kidderminster. Sogar die örtliche Zeitung heißt “The Shuttle”, nach den Schiffen auf den Teppichwebstühlen.

Ganz sicher einen Besuch wert ist Hartlebury Castle, welches seit mehr als 1000 Jahren das Heim der Bischöfe von Worcester war. In Dauerausstellungen wird das Leben der Bewohner der Gegend von der Zeit der Römer bis in die Gegenwart gezeigt. Es werden auch Spielzeug aus Worcestershire, Pferdefuhrwerke und anderes ausgestellt.

Eines der schönsten Glasmuseen auf der Welt ist das Broadfield House Glass Museum, gelegen im historischen Stourbridge Glass Quarter. Hier können sich Besucher eine wunderbare Kollektion britischen Glases ansehen.

Die Region ist auch ein Muss für Eisenbahnfans. Neben der Severn Valley Steam Railway, die auf einer Strecke von gut 25 Kilometern von Kidderminster nach Bridnorth fährt, und das Kidderminster Railway Museum dessen Kollektion in einem alten Lagerhaus, das 1778 von der Great Western Railway gebaut wurde, untergebracht ist. Ursprünglich wurde in dem Lagerhaus Getreide für die nahegelegenen Mühlen und Wolle für die Teppichindustrie gelagert. In dem Eisenbahnmuseum befinden sich viele Ausstellungsstücke aus der Zeit der Dampfeisenbahnen. Neben Uhren, Schildern, Signalen, Fotos und Fahrplänen gibt es natürlich auch Fahrzeuge zu sehen.

Signalwärterhaus Severn Valley Railway © mike warren/flickr.com

Pflanzenliebhabern seien die Stone House Cottage Gardens empfohlen. In dem großen Garten gibt es viele ungewöhnliche Pflanzen und Kletterpflanzen sind die Spezialität der Stone House Gardens.

Dudley Zoo eignet sich gut für einen Ausflug mit der ganzen Familie. Hier kann man den seltensten Tieren der Welt nahekommen, Lemuren beobachten, während man durch ihre bewaldete Heimat wandert, oder durch einen kleinen Urwald spazieren in dem kleine Affen frei umherlaufen. Aber es gibt dort auch Bauernhoftiere und Greifvögel.

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Coventry

Coventry ist eine Stadt in den West Midlands von England und liegt gut 150 Kilometer nordwestlich von London.

Coventry ist nach Birmingham die zweitgrößte Stadt in den englischen Midlands und ist älter als die großen Städte drumherum, einschließlich Birmingham und Leicester.  Coventry ist wahrscheinlich aus einer Siedlung entstanden, die es schon zur Bronzezeit gab.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden große Teile der Stadt stark zerstört und auch von der Kathedrale blieben nur die Außenmauern und ein Turm übrig.
Die St. Michael’s Cathedral aus dem 14. Jahrhundert, die während der deutschen Bombenangriffe zerstört wurde, ist Coventrys bekannteste und beliebteste Sehenswürdigkeit. Mit einer Höhe von rund 92 Metern ist der Turm der dritthöchste Englands nach Salisbury und Norwich.

Coventry Cathedral © stevecadman/flickr.com

Die neue Kathedrale, entworfen von Sir Basil Spence wurde 1962 eröffnet und Benjamin Brittens Meisterwerk „War Requiem“ wurde extra für die Eröffnung geschrieben.

Die Türme der zerstörten Kathedrale, der Christ Church und der Holy Trinity Church bilden die „drei Türme“ die die Skyline Coventrys seit dem 14. Jahrhundert geprägt haben.

St. Mary’s Guildhall aus dem späten 14. und frühen 15. Jahrhundert steht direkt gegenüber der Ruine der alten Kathedrale. In dem Gebäude gibt es wunderschöne Wandteppiche aus dem Jahre 1500 und nachdem die schottische Königin hier 1569 eingesperrt wird ein Raum Mary Queen of Scots Room genannt. Das Rathaus hat auch Verbindungen zu William Shakespeare und George Elliot.

Coventry ist nicht nur die Geburtsstätte der britischen Fahrrad- und Autoindustrie, sondern auch die Heimat des Coventry Transport Museums. Im Museum gibt es mehr als 240 Autos, Nutzfahrzeuge und Busse, 94 Motorräder, 200 Fahrräder und 25.000 Modelle zu sehen. Die größten Teile der Sammlung wurden in Coventry gebaut oder haben Verbindungen zur Stadt. Im Museum kann man auch mehr über die Geschichte der fast 600 Firmen erfahren, die einst Fahrräder, Autos, Nutzfahrzeuge und Motorräder in Coventry produziert haben.

Coventry © Jim Linwood/flickr.com

Auch einen Besuch wert ist die Herbert Art Gallery & Museum in der Nähe der historischen Kathedrale. Die Sammlungen werden in acht Dauerausstellungen ausgestellt und es gibt auch ein History Centre, Mediensuiten, einen Laden, ein Café und vier wechselnde Ausstellungen.

Warwickshire ist nicht nur die Heimat von William Shakespeare, sondern besticht auch mit seiner atemberaubenden Landschaft, malerischen Städten und den wunderschönen Castles Kenilworth und Warwick .

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Das Forest of Dean

Gelegen zwischen den Flüssen Wye, Leadon und Severn in West Gloucestershire wurde das Forest of Dean 1938 nicht nur Großbritanniens erster Nataional Forest Park, sondern ist auch Englands größter Eichenwald.

An diesem magischen Ort kann man dem Alltag entfliehen und die wunderbare Landschaft genießen. Das Forest of Dean, oft auch „Queen of Forests“ genannt hat etwas für jeden.

Fluss Wye © me'nthedogs/flickr.com

Man kann geführte (und ungeführte) Wanderungen machen, radeln oder eine der sportlicheren Aktivitäten wie Kanufahren, Tontaubenschießen, Paintball, Abseilen oder auch ein Floß bauen.

Aber natürlich gibt es im Forest of Dean auch Museen, Höhlen, eine Dampfeisenbahn und historische Gebäude, die darauf warten entdeckt zu werden.

Cinderford im Herzen des Forests zum Beispiel ist nicht nur eine alte Bergbaustadt, sondern war auch die industrielle Hauptstadt der Region. In dem wunderschön restaurierten Edwardian Palace Cinema kann man sich einen Film anschauen und anschließend im einem der besten indischen Restaurants der Gegend etwas essen. Es gibt auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten in Cinderford und im nahe gelegenen Soudley kann man mehr über die Geschichte der Region lernen und traditionelle Handwerker bei der Arbeit beobachten.

Forest of Dean Steam Train © mattbuck4950/flickr.com

Die Dörfer Littledean, Drybrook und Ruardean können mit einer beträchtlichen Zahl an ländlichen Pubs und Gasthäusern aufwarten.

Auf der Westseite des Forest of Dean gelegen ist Coleford. Im Zentrum des Marktstädtchens gibt es verschiedene historische Gebäude und in der Bücherei kann man exzellente Bücher über die Geschichte des Forest of Dean finden. Neben dem alten Kino gibt es hier auch einen Golfplatz und das Great Western Railway Museum. In Coleford gibt es ein großes Angebot an Läden, Restaurants, Cafés und Hotels. Beliebte Familienattraktionen wie die Perrygrove Railway, Puzzle Wood und die Clearwell Caves liegen ganz in der Nähe.

Sculpture Trail © hpeguk/flickr.com

1986 wurde der Forest of Dean Sculpture Trail eröffnet und war damit einer der ersten in Großbritannien. Auf dem rund 6,5 Kilometer langen Weg kann man Skulpturen von verschiedenen Künstlern sehen. Auf einem Spaziergang mit der ganzen Familie kann man erfahren wie die Künstler die Region sehen und interpretieren.

Natürlich gibt es im Forest of Dean auch zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten. Neben historischen Hotels und Gasthäusern gibt es Bed & Breakfast, Landhäuser und natürlich Campingplätze.

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Snowdonia

Snowdonia, die wunderschöne Region in Nordwales, hat schon seit vielen Jahren Besucher angezogen und ist eines der ältesten und schönsten Urlaubsziele Europas.

Auf walisisch wird Snowdonia Eryri, Adlerhorst, genannt. Die höchsten Berge von England und Wales befinden sich hier im Snowdonia Nationalpark. Und nirgendwo anders in Großbritannien wird man eine solche Vielfalt auf so kleinem Raum finden, wie hier in Snowdonia. Menschen haben hier schon seit mehr als 5000 Jahren gelebt und gearbeitet und es gibt viel zu entdecken.

Snowdonia © gazthing/flickr.com

Penrhyn Castle ist ein Symbol für Reichtum, begründet auf Sklavenhandel, Zucker und Schiefer. Es wurde im 19. Jahrhundert gebaut und fasziniert mit seiner neo-normannischen Architektur, seinen verschwenderisch möblierten Räumen, handgemalten chinesischen Tapeten und Gemälden. Man kann hier in der wunderschönen Natur spazieren gehen, den atemberaubenden Ausblick genießen, Kinder können auf dem Abenteuerspielplatz spielen, und man kann natürlich auch das Eisenbahnmuseum besuchen, in dem Dampfloks restauriert werden.

Wer mehr über die Geschichte des Schieferabbaus in Nordwales erfahren möchte, sollte das National Slate Museum in Llanberis besuchen. Gelegen in der wunderschönen Landschaft gibt es dort das ganze Jahr über viele Veranstaltungen und Aktivitäten.

Man kann die Sehenswürdigkeiten Snowdonias natürlich auch von den kleinen Dampfzügen der Llanberis Lake Railway aus genießen, die in Gilfach Ddu startet. Auf der Fahrt kommt man vorbei an Dolbadam Castle aus dem 13. Jahrhundert, dem Dorf Llanbries, Padam Country Park und fährt am Ufer des Padam Sees nach Penllyn, von wo man einen atemberaubenden Blick auf den Snowdon, den mit 1085 Metern höchsten Berg in England und Wales, hat.

Dampflok © Capt' Gorgeous/flickr.com

Eine weitere Eisenbahn und eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Nordwales ist die Snowdon Mountain Railway. Seit 1896 sind Besucher mit diesen Zügen auf den Gipfel des Snowdon gefahren. Urlauber und Tagesausflügler haben schon immer den die Aussicht auf der Fahrt genossen. Die Snowdon Mountain Railway ist die einzige öffentliche Zahnradbahn in Großbritannien.

Wer eine Rundfahrt durch den Snowdonia Nationalpark machen möchte, kann eine Fahrt mit dem Schmalspur Dampfzug der Talyllyn Railway machen. Die Fahrt dauert zweieinhalb Stunden und man kann bei einem Stopp auch einen Spaziergang oder ein Picknick in der wunderbaren Landschaft machen. Und natürlich kann man auch das Narrow Gauge Museum von Tywyn Wharf besuchen.

Vielleicht das bekannteste der vielen Castles in Wales ist Caernarfon Castle. Es wurde nicht nur als Festung sondern auch als Regierungssitz und königlicher Palast gebaut und war ein Castle, das beeindrucken sollte. Edward I. hat das Castle nicht nur gebaut und sichergestellt, dass sein Sohn, der erste englische Prince of Wales, dort 1284 geboren wurde, er gründete auch die Stadt. Als Schauplatz der Ernennung von Prinz Charles zum Prince of Wales 1969 erlangte Caernarfon Castle Weltruhm.

Ebenfalls von König Edward I. im Jahre 1283 gegründet wurde Conwy. Es wurde hauptsächlich für englische Siedler gebaut und ist ohne Zweifel eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Wales. Bewacht von dem imposanten Castle ist es das Tor nach Snowdonia. Das Castle steht auf einem Felsen oberhalb der Mündung des Flusses Conwy und kann über eine Brücke erreicht werden, die von Thomas Telford gebaut wurde. Die Brücke wurde 1826 fertig gestellt und ersetzte die Conway Fähre.

Caernarfon Castle © Brian Shelly/flickr.com

Nicht weit entfernt von Conwy liegt Bodnant Garden, der einer der schönsten Gärten Großbritanniens ist. Er ist weltbekannt wegen seiner botanischen Sammlungen und man kann hier viele interessante und wunderschöne Pflanzen aus aller Welt bewundern.

Der Snowdonia Nationalpark ist eine „Area of Outstanding Natural Beauty“  und hat eine Größe von 2170 Quadratkilometern. Er besteht seit 1951 und ist der zweitgrößte Nationalpark in England und Wales.

In Snowdonia gibt es ganz sicher etwas für jeden Geschmack. Man kann wandern, klettern, mit dem Mountainbike fahren, reiten, Vögel beobachten, Wassersport betreiben, Golf spielen und den Tag an einem der vielen Sandstrände verbringen. Und natürlich gibt es auch Familienattraktionen wie King Arthur’s Labyrinth, Green Wood Forest Park oder The Fun Centre.

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