Brighton

Brighton ist ein sehr beliebter Küstenort in East Sussex, England und der größere Teil der Stadt Brighton and Hove, entstanden aus den Städten Brighton, Hove, Portslade und einigen Dörfern.

Und wie jede englische Küstenstadt, die etwas auf sich hält, hat Brighton natürlich auch einen Pier. Die Bauarbeiten an dem Pier begannen bereits 1891 und eröffnet wurde es in einer großen Zeremonie am 20. Mai 1899. Schon 1901 gab es auf dem Pier mit den vier Ecktürmen ein Restaurant, Raucher- und Leseräume und eine Konzerthalle.

Brighton Pier © flickr/Dominic's pics

1911 war die Konzerthalle zu einer wahren Theaterattraktion geworden und 21 Jahre später wurde auch das Riesenrad gebaut und der Pier wuchs in Breite und Länge. Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte das Geschäft und besonders Tagesausflüge mit dem Boot vom Pier aus waren in der Zeit bis 1960 sehr populär.

Dank eines Eigentümerwechsels kamen ab 1984 neue Attraktionen auf dem Pier hinzu und heute findet man dort alles was man von einem Pier erwartet. Traditionelle Fish & Chips Restaurants, neuere Imbissbuden, kostenlose Liegestühle und natürlich freien Eintritt zum Pier. Und Besucher des Piers sollten auf alle Fälle auch den Jahrmarkt mit Achterbahnen, Autoscooter und anderen Attraktionen für die ganze Familie besuchen. An den verschiedenen Ständen kann man Modeschmuck kaufen oder sich die Karten lesen lassen.

Nicht nur für Touristen ist Brighton Beach der beliebteste Strand Englands. Hierher kommen auch viele Tagesausflügler, Einheimische und sogar Geschäftsleute. Der beste Platz für ein Sonnenbad ist direkt am Pier, wo es nicht nur Parkplätze sondern auch Stände mit Verpflegung gibt. Aber natürlich ist ein Sonnenbad nicht der einzige Grund an den Strand von Brighton zu kommen. Er ist auch bekannt für die vielen Restaurants, pubs, clubs und andere Attraktionen direkt an der Promenade. Und auch die Hotels mit Seeblick sind nicht weit entfernt.

Und auch Volk’s Electric Railway, die älteste noch fahrende elektrische Eisenbahn der Welt aus dem Jahre 1883, fährt am Strand entlang nach Black Rock.

Eine ganz besondere Sehenswürdigkeit Brightons ist der Royal Pavilion. Wenn man sich ihm nähert wähnt man sich eher in Indien als in Großbritannien, denn sein äußeres ist so unenglisch wie es nur geht.

Brighton Beach © flickr/OliverN5

Der Royal Pavilion wurde 1787 im Auftrag des Prinzregenten von dem berühmten Architekten Henry Holland gebaut und hieß ursprünglich „Marine Pavilion“. Zwischen 1815 und 1823 wurde er, zu einer Zeit, als das Fernöstliche bei den Mitgliedern des Königshauses besonders in Mode war,  von John Nash umgestaltet. 1850 verkaufte die Königin  den Pavillon dann.

Auch im Inneren ist der Royal Pavilion sehr orientalisch und nach chinesischem Vorbild gestaltet. Einige der Leuchter sind mit Kristallen besetzt und haben die Form von Lotusblüten gehalten von großen Drachen. Wirklich sehenswert sind auch der Music Room, der wegen König George IV. Liebe zur Musik gebaut wurde, der Bankettsaal mit seinen Kunstwerken die Szenen aus China zeigen und die große Tafel mit dem großen Kronleuchter in Drachengestalt, und die Große Küche, die nach dem neuesten Stand der Technik der damaligen Zeit eingerichtet ist und auf die König George IV. besonders stolz war.

Das Sealife Centre von Brighton ist vielleicht das älteste Aquarium der Welt und stammt aus dem Jahr 1872. Seine interessante Architektur schein viktorianische Elemente mit modernem High-Tech zu verbinden. Hier können Besucher mehr als 150 verschiedene Meeresbewohner kennenlernen. Besonders interessant ist der Unterwassertunnel in dem man Haie, Meeresschildkröten und Fisch direkt über sich sehen kann. Das Sealife Centre ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.

Ein weiteres berühmtes Gebäude neben dem Royal Pavilion ist Preston Manor. Das Herrenhaus wurde in den 1600er Jahren gebaut und mehr als 20 Räume auf 4 Etagen können besichtigt werden. Allerdings ist es zwischen Oktober und März geschlossen. Man fühlt sich in dem alten Herrenhaus wie auf einer Reise in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts. Sehenswert ist auch die Pfarrkirche St. Peter aus dem 13. Jahrhundert, der Tierfriedhof und die Gärten, die von Mauern geschützt sind.

In den engen Gassen genannt „The Lanes“ kann man sich gut vorstellen wie Brighton während des Mittelalters ausgesehen haben mag, auch wenn einige der Gebäude heute natürlich modernisiert wurden. Es ist der älteste Teil von Brighton und man kann hier in den kleinen Läden und Boutiquen wunderbar einkaufen und sich hinterher in den charmanten Restaurants und Cafés erholen.

Royal Pavilion © flickr/Jim Linwood

Etwas absonderlich aber auch einen Besuch wert ist das Booth Museum of National History. Hier findet man eine große Sammlung von verschiedenen Kreaturen aus ganz Großbritannien. Neben vielen anderen gibt es hier auch Schmetterlinge, Vögel, Wale und Skelette.

Wer im Mai nach Brighton kommt wird sicherlich das Brighton Festival genießen, dass das zweitgrößte Kunstfestival Großbritanniens ist und normalerweise währen einiger Wochen im Mai stattfindet. Hier gibt es Tanz, Musik und Theater, präsentiert von Künstlern aus aller Welt.

Es heißt, dass Brighton eine der fünf beliebtesten Städte ist, die Touristen in Großbritannien besuchen möchten.

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